13 Dez

Umweltschutz Frankreich

Lange Zeit galt das Thema Umweltschutz in Frankreich als eine Art „Problemkind“. Doch dies soll nun anders werden. In Zukunft möchte man sich mehr dafür einsetzen, nachhaltig zu wirtschaften und wie Umwelt zu schonen. Deswegen leitete die Regierung unter Nicolas Sarkozy erste Schritte ein: Es wurde eine Allianz für die Umwelt gegründet.

Dies geschah am 9. Februar 2010, als sich 12 Einrichtungen, die in der wissenschaftlichen Forschung des Landes tätig sind, zusammengeschlossen hatten. Das größte Ziel dieser Allianz wird es sein, innerhalb des Landes und auch in Übersee für eine bessere Synergie zu sorgen, was die Forschung in den Bereichen Klima, Wasser, Boden sowie Ernährung betrifft. Dieser Zusammenschluss ist eine Reaktion der Forschungseinrichtungen auf die Tatsache, dass die Umweltpolitik einen größeren Stellenwert in Frankreichs Politik einnimmt. Dies wurde auch höchste Zeit. Streuartikel, wie der Werbeartikel Kugelschreiber sind dabei nicht das Problem. Es geht um Altöl, radioaktive Rückstände, Pestizide und andere gravierende Probleme.

Durch die Kommunikation dieser Einrichtungen miteinander haben sich auch erste Schwerpunkte der gemeinsamen Tätigkeit heraus gebildet, nämlich zum Einen die Beobachtung sowie die Erforschung der Umwelt und die Modellierung derselben für große Zeiträume und auf allen Ebenen. Zum Anderen eine systemische Forschung, welche die Lebensprozesse sowie deren wechselseitige Beeinflussungen mit dem Umfeld und den Aktivitäten der Menschen verknüpft. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Ausbildung und anschließende Weitergabe es neu errungenen Wissens sein. Zudem sollen naturbedingt Risiken und die Umweltentwicklung in der Zukunft stärker berücksichtigt werden und man strebt Innovationen sowie Engineering in den Teilbereichen Wasser, Ernährung, Meer und Raumplanung, Landwirtschaft und Biodiversität an.

Damit diese Schwerpunkte sich zukünftig auch in verbindlichen Programmen wiederfinden, werden Arbeitsgruppen gebildet, die diese Programme ausarbeiten. Über die Entwicklung aus diesem Zusammenschluss sind wir sehr erfreut und hoffen, dass diese Gemeinschaft einen positiven Beitrag zum Umwelt-, Natur – und auch Klimaschutz beisteuern kann und wird. Vielleicht kann ein solches Wirken auch Forschungsinstitute anderer Staaten dazu ermutigen, die eigene Regierung um Fördermittel zu bitten, zum Beispiel, was die Forschung mit Erneuerbarer Energie betrifft.