13 Dez

Heizöll in Frankreich kaufen?

Die Heizölpreise beginnen allmählich wieder zu steigen. Keine erfreuliche Meldung für uns Verbraucher! Viele haben Angst davor, dass die Preise für Heizöl in den nächsten Jahren wieder so rasant steigen, dass sie ein Niveau erreichen, welches dem Jahre 2008 ähnelt. Dies wäre für viele Bürger eine Katastrophe. Aus diesem Grund haben sich einige Deutsche, die an der Grenze zu Frankreich wohnen, bereits gefragt, ob es nicht günstiger wäre, Heizöl aus Frankreich zu ordern.

Schließlich könnte es ja sein, dass sich dadurch einige Kosten einsparen ließen. Wir möchten dies nun einmal für Sie überprüfen. Momentan stimmt es, dass man in Frankreich weniger für Heizöl zahlen muss. Da liegt es nahe, sich damit zu befassen, ob eine Heizölbestellung, die man in Frankreich tätigt, auch für einen deutschen Bürger günstiger wäre – trotz der Überführungsgebühren.

Dies gilt es zu beachten, wenn Sie Heizöl in Frankreich bestellen wollen oder über einen Dritten bestellen: Für Sie fallen keine französischen Steuern an doch der Händler hat bei der Überquerung der Grenze Steuern zu zahlen und zwar die deutsche Mineralöl- sowie Umsatzsteuer. Außerdem wird der Händler aus Frankreich folgende Steuern auf den aktuellen Heizölpreis abwälzen: Mineralölsteuer bei leichtem Heizöl 61,35€ pro 1000l bzw. bei schwerem Heizöl 25€ pro 1000l und eine Umsatzsteuer, welche bei 16 Prozent liegt.

Betrachtet man diese zusätzlichen Kosten, die durch die Überführung entstehen, so lässt sich abschließend sagen, dass es wenig Sinn macht, sich als Deutscher Heizöl aus Frankreich liefern zu lassen. Durch die Kosten, welche am Zoll entstehen, kann der vormals günstige Einkaufspreis aus Frankreich nicht mehr gehalten werden. Suchen Sie sich also lieber einen guten Händler in Deutschland bzw. überlegen Sie doch einmal, auf andere Energieformen umzusteigen. Wie wäre es mit Erdgas? Vergleiche der Preisentwicklung von Erdgas und Erdöl können Sie auch online einsehen. Viel Erfolg beim Kauf!